Bordeaux, je t’aime!

Von allen drei besuchten Städten unseres Sommerurlaubes, hat uns Bordeaux am besten gefallen. Sie ist jung, romantisch, wunderschön und sehr chic. Obendrauf gehört die Stadt zur Welterbenliste der UNESCO.

Bordeaux hat es uns bei der Ankunft nicht einfach gemacht. Der Sommer war plötzlich vorbei, starke Windböen zogen durch die Stadt und es regnete in Strömen. Leider hatten wir auch Pech mit unserer Airbnb-Unterkunft. Wir kamen in der Wohnung an, fühlten uns nicht wohl und wollten sofort los marschieren, um etwas neues zu finden. Also checkten wir am gleichen Tag noch aus. Die perfekt geshooteten Bilder hatten uns leider einen falschen Eindruck von der Wohnung vermittelt. Schnell wurde uns klar, dass Bordeaux kein günstiges Fleckchen ist. Die ermüdende Suche hat sich jedoch gelohnt. Kein Hotel, sondern ein grossräumiges und zentral gelegenes Appartement haben wir glücklicherweise gefunden.

Für uns ist Bordeaux das kleine Paris, wie es oft bezeichnet wird, jedoch um einiges entspannter. Die Architektur und die vielen engen Gassen mit ihren Bistros erinnern an die Landeshauptstadt. Studenten prägen das Bild der Stadtbewohner.


Gut zu wissen

Anreise von San Sebastián

Wir haben uns viel zu spät um die Weiterreise aus San Sebastián gekümmert, weshalb wir uns kurzentschlossen ein Taxi für die Überfahrt nach Frankreich organisierten. Am Gare de Henday stiegen wir ca. 40 Minuten später und mit 45 Euro weniger im Geldbeutel wieder aus. Von dort ging es mit dem TGV Richtung Paris weiter. Drei Stunden später hiess es dann „le prochain arrête: Bordeaux“.

Aufenthaltsdauer

4 Nächte, 5 Tage waren wir Vorort. Es hat uns so sehr gefallen. Die Stadt, das Umland und die tollen Weingebiete möchten wir möglichst bald wieder besuchen.

Appartement: Your Bordeaux Home

Dieses Appartement hat uns den Abschluss unseres Urlaubes gerettet. Zuerst haben wir uns im „Boutique Hotel“ erkundigt, ob es noch freie Zimmer gibt. Die französische Dame verneinte, unterbreitete uns aber eines ihrer Appartements. Mit Freude haben wir das Angebot (EUR 180 pro Nacht) entgegengenommen und einer Besichtigung zugestimmt.

Die freundliche Dame führte uns zum Apartment und wir waren überglücklich. Die Wohnung war genau das Richtige für uns. Ein mit reduziertem Stil eingerichtetes Appartement, genügend Platz um ein paar Sportübungen zu machen, viel Licht, ein komfortables Bett, eine komplett eingerichtete Küche und einen grösseren Balkon mit Blick auf die Kathedrale. Perfekt! Das Appartement wurde sofort gebucht.

Website: www.yourbordeauxhome.e-monsite.com
Adresse: Unser Appartement war direkt beim Gambetta Platz.

Kulinarisches Angebot

Wein, Austern & Canalé: Bordeaux ist wohl eine der ältesten und bekanntesten Weinregionen. Ein Glas Wein, ob zu Mittag, zum Zvieri oder zum Abendessen, gehört immer zum Programm. Frische Austern aus dem nahe gelegenem Bassin d’Arcachon sind ebenso ein Teil von Bordeaux. Die Austernzucht geht auf das Jahr 1852 zurück und jährlich produziert die Region im Durchschnitt ca. 10.000 Tonnen.
Und wenn es um Süsses geht, dann sind Canalés die Nummer eins. Fast zu jedem Kaffee wird diese Köstlichkeit serviert. Das gehört in Bordeaux dazu, wie bei uns das Guetzli respektive ein Luxemburger von Sprüngli, falls es ein bisschen edler sein soll. Im Shop Baillardran gibt es verschiedene Variationen – ein gutes Gourmetsouvenir für Feinschmecker.

Restaurant-Tipps:

  • Dan: 6 rue du Cancéra, 33000 Bordeaux | Asian-French
  • Petit Commerce: 22 Rue Parlement Saint-Pierre, 33000 Bordeaux | Fischrestaurant
  • FuFu: 37 Rue Saint Rémi, 33000 Bordeaux | Ramen, Japanese Noodle Bar

Must-See

Place de la Bourse und Miroir d’eau: Beide Sehenswürdigkeiten gehören zum visuellen Aushängeschild von Bordeaux. Rund 20 Jahre dauerten die Arbeiten im 18. Jahrhundert an diesem Platz. Seit 2006 bringt der grösste Miroir d’Eau Jung und Alt ins Staunen. Die spektakulären Nebel- und Spiegeleffekten sind genial.

Stadtteil Saint-Pierre und Place du Parlement: Beim Place du Parlament und im Stadtviertel Saint-Pierre findet das Nachtleben statt. Viele Restaurants, Bistrots und Bars verleihen dieser Stadt die never ending Jugendlichkeit. 

Place de la Comédie & Skulptur Sanna: Als wir die Skulptur Sanna zum ersten mal erblickten, dachten wir es handle sich um eine Verzerrung. Egal aus welcher Richtung man dieses Kunstwerk betrachtet, sie bleibt verzerrt aber dennoch schön. Sanna ist einfach genial! Der Place de la Comédie und das Le Grand Hôtel Intercontinental Bordeaux bieten eine hervorragende Kulisse für dieses Eisengesicht –  geschmiedet von Bildhauer Jaume Plensa.

La Cité du Vin: Das neue Weinmuseum ist das neue Kulturhighlight in Bordeaux, welches man auf keinen Fall verpassen darf. Für den grossen, mulimedialen Themenpark empfehlen wir ca. 3 – 4 Stunden einzuplanen. Die letzten 90 Minuten haben wir mit Weintrinken im Bistrot verbracht ☺️🙃. Die Self-Service Weinzapfanlage hat es uns angetan.

Ausflug St. Emillion: Dieser historischer Ort und die umliegenden Weinbaugebiete gehören seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe. Ein Tagesausflug ist längst nicht genug, wenn man in die Weinkultur und in die Geschichte tiefer einsteigen möchte. Diese Weinregion hat so viel Geschichte. Wer also länger Zeit hat, dem empfehlen wir mindestens eine Nacht in einem Chateau zu übernachten. Unsere kurze Tour mit Tuk-Tuks hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht.


Bordeaux in Bildern

 

 

 

 

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